Verschlüsselungstrojaner

und wie Sie sich schützen können!

Die Geschichte der Verschlüsselungstrojaner (Ransomware) reicht bereits viele Jahrzehnte zurück. Seit Auftreten von Locky Ende 2015 und WannaCry Anfang 2017 sind Begriffe wie Kryptotrojaner, Erpressungstrojaner oder Verschlüsselungstrojaner, die unter dem Oberbegriff Ransomware zusammengefasst werden, in aller Munde.

Doch wie kann ich mich vor einer Infektion durch Goldeneye, WannaCry, TeslaCrypt und co. schützen, was kann ich im Infektionsfall tun?


Wie funktioniert ransomware?

Ransomware wird über den herkömmlichen Viren- und Trojaner-Verbreitungsweg auf die Computer gebracht. Dazu zählt der Weg über E-Mail-Anhänge, die z. B. als Rechnung, Bewerbung, Zahlungsaufforderungen oder Mahnungen getarnt sind, oder auch der Weg über Links in E-Mails, bei denen angegeben wird, dass Ihr Konto gesperrt wurde oder Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden und man dies durch einen Klick auf den genannten Link beheben solle.

 

Nach der Infektion beginnt der Verschlüsselungstrojaner direkt damit alle Ihre Daten mit einem unbekannten Schlüssel zu verschlüsseln. Der Trojaner durchsucht alle angeschlossenen Geräte, wie externe Festplatten, USB-Sticks, Smartphones, usw. . Auch macht er vor Daten im Netzwerk nicht halt. Er durchsucht das angeschlossene Netzwerk nach Freigaben, auf die Sie als User Schreibzugriff haben und verschlüsselt diese Daten ebenfalls.

Anschließend erscheint ein Fenster mit dem Hinweis, dass all Ihre Daten verschlüsselt worden sind und Sie werden aufgefordert ein Lösegeld in einer bestimmten Zeit zu zahlen, da sonst Ihre Daten gelöscht werden. Diese Lösegeldzahlung soll in Bitcoin geschehen. Bitcoin ist eine digitale, anonyme Internetwährung.

 

Nun stehe ich als Betroffener jedoch vor einem moralischen Problem. Auf der einen Seite will ich meine Daten zurück, auf der anderen Seite jedoch möchte ich diesen Kriminellen auch kein Geld zahlen um ihnen noch mehr technische Möglichkeiten zu verschaffen. An dieser Stelle gilt es zu erwähnen, dass eine Lösegeldzahlung keinesfalls zu einer garantierten Entschlüsselung Ihrer Daten führt! Nicht selten zahlen Betroffene das Lösegeld und die Daten bleiben verschlüsselt!

Schutz durch einen Virenscanner?

Viele Internetnutzer denken sich, dass Sie durch ihren Virenscanner geschützt sind. Doch das ist meistens nicht der Fall! Denn besonders in Anfangsstadium der Verbreitung sind die Trojaner nicht bekannt und werden nicht von den Rirenscannern erkannt!


Wie kann ich mich schützen?

Der Schutz ist meistens denkbar einfach:

Nutzen Sie Ihren persönlichen Menschenverstand und fallen Sie nicht auf solche trügerischen E-Mails herein. Überlegen Sie genau, ob Sie überhaupt etwas bestellt haben, was bezahlt werden muss oder ob Sie eine Arbeitsstelle ausgeschrieben haben, auf die sich jemand bewirbt.

Zum Thema E-Mail-Sicherheit finden Sie in meinem Newsboard einen ausführlichen Artikel.

Erstellen Sie ein Backup!

Der beste Schutz ist ein Backup! Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten - am besten automatisiert - und seinen Sie im Infektionsfall gewappnet.

Doch auch was das Backup betrifft, gibt es Vor- und Nachteile sowie Tücken!

 

Sprechen Sie mich an, ich berate Sie gern und helfe Ihnen, eine für Sie passende, individuelle Backup-Lösung zu finden!

 

Ihr IT-Service Groß aus Ober-Ramstadt.